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Olympische Spiele in Peking 2008!?

Das Internationale Olympische Komitee(dt. IOK; engl. IOC) gab am 13.Juli 2001 den Zuschlag für die Olympischen Sommerspiele 2008 an die Chinesische Hauptstadt Peking. Doch ist dies eine gute Entscheidung gewesen? Natürlich China boomt und hat wie sich ja auch herausgestellt hat keinerlei Probleme in der Planung und Finanzierung eines solchen Prestigeprojekt, wie z.B. Athen bei den Sommerspielen 2004. Dennoch gibt es sehr viele Aspekte die einfach gegen würdevolle und schöne Olympische Sommerspiele 2008 in Peking sprechen. Ich möchte ein paar von diesen in den folgenden Zeilen aufgreifen.

Zum einen befindet sich das Land im absoluten Wirtschaftsboom, das ja im eigentlichen nicht schlecht ist, dennoch gibt es auch durch diesen Boom riesige soziale Engpässe. Sein wir mal ehrlich, wenn wir an China denken, denken wir heutzutage an die schillernden Millionenstädte wie Singapur und Peking, die immer weiter und weiter wachsen. Doch dies ist nur die eine Seite der Medaille, denn ein Grossteil der Milliardenbevölkerung lebt in absoluter Armut in den abgeschiedeneren ländlichen Regionen, weit weg der chinesischen Metropolen. Doch kaum einer macht in China etwas gegen diese Armut. Im Gegenteil, man nutzt diese auch noch aus. Die herrschende Klasse schickt die arme Bevölkerung in Bergwerke, dessen Stollen jeden Moment einzustürzen drohen. Immer wieder hört man Schreckensmeldungen von verschütteten Kumpeln. Das muss nicht sein, denn vor allem Deutschland hat wohl gezeigt, dass der Bergbau auch einigermaßen sicher ausgeführt werden kann. Jedoch muss dafür Geld aufgewendet werden, was man zwar besitzt im Falle Chinas jedoch scheinbar nicht für so etwas geringschätziges ausgeben möchte. Das Geld wird lieber in den weiteren Ausbau der Großstädte gesetzt oder für Großveranstaltungen wie z.B. Olympia oder Formel 1 eingesetzt, wovon sich die armen Familien jedoch nicht kaufen können. Ich bezweifle sogar, dass sie von diesen Großereignissen in jeder Hinsicht kaum etwas mitbekommen.

Des weiteren ist der jetzt gerade wieder ausgebrochene Tibet-Konflikt im Besonderen ein Hindernis für eine schöne Olympiade. Eine deutsche Fechterin äußerte sich in einer renommierten deutschen Zeitung jetzt so: „Das IOC hätte die Spiele nicht nach Peking vergeben sollen. "Das ist so, als würde man einen notorischen Kinderschänder, wenn er aus dem Gefängnis kommt, zum Kindergärtner machen mit der Begründung, er müsse eine zweite Chance bekommen". Dennoch so sagt sie weiter, sei sie von den Spielen finanziell Abhängig und muss so wohl trotz ihr moralischen Bedenken bei den Olympischen Spielen antreten.

Wenn die Sportler dann in im August bei den Olympischen Spielen an den Start gehen, so werden sie dort auch aufgrund des Smogs wohl keine regulären Bedingungen vorfinden. Der Smog in Peking ist so stark, dass die Städter mittlerweile kaum noch ohne Mundschutz aus dem Haus gehen. Dies stellt vor allem Asthmatiker vor eine sehr große Herausforderung. Aus diesem Grund gab auch nun der Marathonläufer Haile Gebrselassie bekannt, dass er an den Olympischen Spielen in Peking nicht teilnehmen wird. Des weiteren werden die Sportler sich mit chinesischen Sportlern, wenn man sie denn noch so nennen kann, messen müssen. Diese Sportler wurden über Jahre hinweg für den Erfolg bei der Olympiade getrimmt. Jedoch sind die Methoden wie diese Leistungen zu Stande kommen, sehr strittig. Das Wort Doping steht immer wieder im Raum wenn man über die chinesischen Sportler spricht, nicht verwunderlich wie ich finde, wenn 14-16 Jährige Schwimmerinnen aussehen wie ausgewachsene muskelbepackte Männer. Ich bin nur gespannt, wie sich unsere Sender ARD und ZDF aus der Affäre ziehen wenn der erste Dopingfall auftritt, denn das strikte Handeln bei der letztjährigen Tour de France lässt keinen Spielraum im Falle eines Dopingfalls zu.

Zusammenfassend muss man ja schon fast sein bedauern für jeden Sportler aufbringen, der bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking an den Start gehen wird. Die Vorzeichen für eine tolle, schöne und vor allem faire Olympiade stehen schlecht, wenn man aber auch sagen muss das dies auch bei den olympischen Sommerspielen 2004 in Athen nicht anders war, wenngleich die Probleme wohl weniger drastisch und politisch waren.

20.3.08 17:47
 


bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Zuschauer (24.3.08 00:31)
Wie wahr, wie wahr...


Hong / Website (30.3.08 18:06)
wow.... hätte nicht gedacht, dass da mal wer was zu diesem Thema schreiben würde..... (ich bin immer noch nicht dazu gekommen -.-)
du hast vollkommen recht.... aber da kann man nichts gegen machen.... es ist einfach so zum Kotzen.... mich regt das richtig auf..... und das Genialste überhaupt ist ja, dass die IOC den Sportlern verboten hat sich über dieses Thema zu äußern..... ich mein, die sind doch dann auch keinen Deut besser als die Politik Chinas...
mich macht das so verdammt traurig und wütend.... weil ichs leider zu oft mitkriege...... Asien ist im Gegensatz zu den westlichen Ländern leider immer noch auf diesem Kommunismus-Trip und bla.... und hinkt in puncto Menschenrechten auch noch meilenweit hinterher......

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